

Ab 1351 war die Wasserburg in Illingen im Besitz der Herren von Kerpen, die sie zum Mittelpunkt ihrer Herrschaft machten.
Sichtbares Zeichen der einstigen Macht über Land und Leute ist bis heute der nach unten geöffnete rote Zickzackbalken der Freiherren von Kerpen im Illinger Gemeindewappen.
Über das einstige Aussehen der Burg kann nur spekuliert werden. Die Südwestecke der Anlage markieren die Reste eines quadratischen Turmes, des einstigen Bergfriedes als Kern der Befestigungsanlage. Der Rundturm im Südosten blieb erhalten. Heute beherbergt er die Burgkapelle und einen kleinen Festsaal.
Von der Vorburg im Norden erhielt sich die aus dem 17. Jahrhundert stammende Toranlage, in deren Einfahrt das Ehewappen des Bauherren Hans von Kerpen mit der Jahreszahl 1605 eingemeißelt ist. Der Torturm und der erst im 20. Jahrhundert errichtete Wohnbau ergänzen das Ensemble. Nicht zu vergessen der Wehrturm mit seinen Schießscharten und seinen Rechteckfenstern.